Von Mailand geht es über Peking nach Saigon und am Schluss auch wieder auf demselben Weg zurück.
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Nachdem wir um 02:40 vom Wecker aus dem Schlaf gerissen wurden, flogen wir von Saigon nach Beijing, wo wir wieder einen längeren Aufenthalt hatten. Diesen nutzten wir diesmal für einen Ausflug in die Verbotene Stadt, welche ich schon früher besucht hatte.
Zuerst besuchten wir am Flughafen die Lounge, um etwas zu frühstücken und unser Gepäck zu deponieren. Anschliessend gings los in die Stadt.
Diesmal organisierte ich den Ausflug selber. In China gibt es einen Taxi-Service, welcher wie Uber funktioniert. Ich bestellte über die App ein Fahrzeug, welches uns in die Stadt brachte. Die Taxis nehmen die Fahrgäste in der Tiefgarage des Flughafens auf. Als wir dort unten ankamen, war die ganze Halle voller Autos, aber kein Geräusch war zu hören. Alle Taxis waren ausnahmslos Elektrofahrzeuge. Tesla, BYD und viele mir unbekannte chinesische Automarken. Soviel zur deutschen Technologieoffenheit. Die Europäer verkaufen in China kaum mehr Fahrzeuge.

Am heutigen Sonntag waren viele festlich herausgeputzte Chinesen unterwegs, viele Frauen und Kinder in ihrer lokalen Tracht. Die Temperatur lag offiziell bei knapp über 0°C, doch ein eisiger Wind vertrieb zwar alle Wolken, doch mit der Zeit begannen unsere Zähne trotz Daunenjacken zu klappern.

Einer der Wassergräben, welche die Verbotene Stadt umgeben, war zugefroren.

Eine junge Dame posierte vor einer Mauer für ihre Eltern. Ich profitierte vom Moment und schoss ebenfalls eine Aufnahme.

Nun folgen einige Aufnahmen der Paläste im Palastgebiet ohne weitere Kommentare meinerseits. Die einzelnen Gebäude sind nicht zugänglich. Alle Besucher gehen vom Eingang etwa 4 km bis zum Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite. Weder Namen noch die Bedeutung der einzelnen Palast-Teile erschlossen sich mir. Die Bilder hingegen schon, zumal der wolkenlose Himmel für ein hervorragendes Foto-Licht sorgte.












Den Schlusspunkt unter unsere Reise macht ein Eckturm der Verbotenen Stadt. Auch dieser Wassergraben war zugefroren.
Als wir am anderen Ende die Stadt verliessen, war es noch ein schönes Stück Fussweg, bis wir uns wieder ein Taxi organisieren konnten, welches uns zum Flughafen zurückbrachte. Sobald die Sonne um 16 Uhr unterging, sank die Temperatur nochmals stark und wir waren froh, als wir im warmen Flughafen ankamen.
Ich werde in Zukunft einmal in der wärmeren Jahreszeit in Beijing sein, damit ich die Stadt ohne zu Schlottern erleben kann.
Nach einem ereignislosen Flug landeten wir pünktlich in Mailand und von dort ging es mit der SBB zurück nach Birmensdorf, wo uns Ruth am Bahnhof abholte uns sicher nach Lieli chauffierte. Eine interessante Reise mit vielen spannenden Eindrücken kam so zum Abschluss.
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Die letzten beiden Tage in Vietnam verbrachten wir in HCMC, bei uns besser bekannt als Saigon.

Den Wiedervereinigungspalast verschmähten wir bei unserem ersten Aufenthalt, diesmal wollten wir ihn noch besuchen. Früher diente der Palast dem jeweiligen Präsidenten als Amts- und Wohnsitz, nach der Übernahme Südvietnams durch die Kommunisten wohnte niemand mehr dort.

Eines der unzähligen Empfangszimmer zeugt heute noch von der einstigen Grösse. Heute werden diese Räume nur noch als Erinnerungen gepflegt.

Der Kleiderschrank der letzten Präsidenten-Gattin ist der Traum jeder Frau, auch Ruth hätte daran ihre helle Freude. Und noch nicht genügend Kleider, um alle Schränke zu füllen. Was für eine Gelegenheit für ausgedehnte Shopping-Trips!

Das Büro des letzten Präsidenten wirkt gar nicht so imposant. Trump würde hier wohl noch viel Gold ankleben, um es für sein gigantisches Ego ausreichend protzig zu machen.

Im Keller der Anlage gibt es einen Bunker, wohin sich der Präsident und seine Entourage zurückziehen konnten, falls der Feind in die Nähe kam. Hier brauchte es dementsprechend auch geeignete Kommunikationsmittel, damit die Befehlshaber jederzeit über die militärische Lage im Bilde sein konnten. Mich erinnerten diese Geräte an meine eigene Militärzeit, in der unsere Funkgeräte ähnlich modern waren.

Schlechte Nachrichten von der Front konnten auch in diesem fensterlosen Raum empfangen werden.

Ein älteres Haus im Zentrum Saigons ist ziemlich verfallen. Die hohe Luftfeuchtigkeit zusammen mit der Hitze lässt die Mauern verschimmeln. Da hilft auch das Plakat zur 50-Jahresfeier der Machtübernahme der Kommunisten nicht weiter. Der Verfall lässt sich nicht mal mit Hammer und Sichel aufhalten, da hilft lediglich eine kräftige Renovation.

Am späteren Nachmittag machten wir nochmals eine kleine Rundfahrt auf dem Saigon-River, von wo aus sich die mondäne Neustadt gut betrachten lässt.

Eine der eleganten Brücken über den Fluss ist so hoch, dass sogar grössere Schiffe problemlos darunter durchfahren können.

Auf der gegenüberliegenden Flussseite bemerkte ich den wohl grösste Werbebildschirm, den ich je sah. Auf der rechten Seite oberhalb des Buchstaben „M“ steht ein Mensch aufrecht. Das Sujet wechselte laufend.
Am letzten Tag in Vietnam machten Paul und ich einen Ausflug zu den Củ Chi Tunnels, welche die Vietnamesen schon zu Zeiten der französischen Kolonialmacht errichteten, um Waffen zu schmuggeln und diese auch vor dem Feind zu verstecken. Heute sind diese eine grosse Touristenattraktion. Da wir noch genügend Zeit für den Ausflug hatten, wollten wir uns diese ansehen.

Weihnachten kündet sich auch auf dem Parkplatz vor den Tunnels an. Für mich immer wieder eine seltsame Erfahrung, wenn ich den Samichlaus in den Tropen treffe.

Die Vietnamesen waren weder mit den Franzosen noch später mit den Amerikanern besonders nett. An dieser Stelle wurden einige der Gruben demonstriert, mit denen feindliche Soldaten kampfunfähig gemacht wurden.

Eine Klapptüre im Waldboden verdeckte eine Grube, an deren Boden Bambusspiesse angebracht waren. Der arme Kerl, der hier hinfiel, hatte kaum Überlebenschancen.

Ein kleiner Teil der Tunnels kann begangen werden, an einer Stelle konnten Mutige hinabsteigen und dann wieder auftauchen. Viele Touristen liessen sich das nicht entgehen. Für mich waren die Tunnels nichts. Teile mussten auf allen Vieren „erkrochen“ werden. Darauf hatte ich keine Lust.

Am Morgen unserer Abreise wurde ich um 02:40 unsanft vom Wecker aus dem Schlaf gerissen, da unser am Vorabend bestelltes Taxi um 03:00 vor dem Hotel wartete. Als wir auf die Strasse traten, war neben unserem Hotel bereits ein „Metzger“ an seinem Tageswerk. Er zerteilte ein Schwein, welches seine Frau dann während des Tages am Strassenrand verkaufte. Lust auf Schweinefleisch? Ich nicht. Ich würde hier wohl schnell Vegetarier oder Fisch und Crevetten-Esser.
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Als wir am Nachmittag in Saigon ankamen, gingen wir zuerst in unser Hotel, um das Gepäck loszuwerden. Später machten wir uns auf den Weg, um ein Restaurant zu suchen. Und dann recht früh ab ins Bett.

Am nächsten Morgen ging’s dann zuerst mal in Richtung eines Marktes, wo vor allem Einheimische einkaufen. Der Binh Tay liegt im Chinesen-Viertel, wo es neben vielen kleinen Gassen auch winzige Restaurants und eine unglaubliche Menge an kleinen und noch kleineren Geschäften gab. In jedem Haus ist das Erdgeschoss entweder eine Werkstatt oder ein Laden mit irgendwelchen Dingen des täglichen, wöchentlichen oder zumindest jährlichen Gebrauchs.

Im Markt selbst gab es von allen Produkten unglaublich viele Varianten. Hier standen irgendwelche Nähaccessoirs zum Verkauf.

Bei Beerdigungen wird traditionell Geld verbrannt. Die lieben Toten brauchen auch im Jenseits finanzielle Mittel. Da das richtige Geld vor allem den Hinterbliebenen hilft, kaufen diese auf dem Markt solches Papiergeld. Australische Dollar, Euro und auch US$ sehen zwar einigermassen echt aus und können im Afterlife vielleicht von Nutzen sein, im richtigen Leben aber führen sie höchstens ins Gefängnis.

Tinkturen und Salbe, Sprays, sowie Tabletten werden ebenfalls in grossen Mengen verkauft. Tiger-Balsam erkannte ich wieder, alles andere hingegen nicht.

Überfluss war auch bei diesem Händler angesagt: Getrocknete Crevetten in allen Grössen waren sein Angebot. Es reicht nicht, nur eine oder zwei unterschiedliche Varianten zu offerieren, es müssen etwa 30 Sorten sein!

Nach all der Fülle war es wieder einmal Zeit für einen Tempel. Die Ba Thien Hau Pagoda wurde 1760 im Chinesenviertel erbaut.

Eine Dame posierte in einem traditionellen Kleid vor dem Eingang, gerade rechtzeitig, um mein Bild zu zieren.

Viel Rauch stieg von den Räucherstäbchen und -spiralen in den Himmel und nahm die guten Wünsche der Angehörigen mit zu den Toten der Familie sowie den Göttern.

Die Spiralen faszinieren mich immer wieder. Diese werden am unteren Ende angezündet und lassen dann während längerer Zeit den Rauch aufsteigen.

Ganz in der Nähe gibt es ein Museum der vietnamesischen Medizin, für uns heute einen Besuch wert. Auch hier waren einige Damen am Fotoshooting, gut passend für einen Farbtupfer in meinem Bild.

Diese Ginseng-Wurzeln liegen wohl schon viele Jahre in ihren Gläsern. Vor der Einlagerung in den Behältern wurden sie mit Gesichtern geschmückt.

Die Apotheker brauchten schon in früheren Zeiten hübsche Möbel und Dekorationen. Einige davon fanden sich im Museum.

Die einzelnen Schubladen enthielten früher wohl verschiedene Kräuter und andere Produkte, welche gegen diverse Leiden eingesetzt wurden. Ruth hätte daran ihre Freude gehabt, all die Geheimnisse, die es in den kleinen Schubladen zu entdecken gäbe!

Nach dem Nachtessen machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Der Weg vom Restaurant zum nächsten möglichen Haltepunkt für ein Taxi führte durch eine der Walking-Streets, wo laute Bars sich mit ebensolchen Restaurants abwechselten. Weder Paul noch ich mochten hier länger verweilen.
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Heute hatten wir kein Motorrad mehr und beschlossen deshalb, am frühen Nachmittag mit einem GRAB in den Hauptort zu fahren und dort noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit zu besichtigen.

Einen der interessanteren Tempel besuchten wir als Erstes. Die Hung Quoc Tu Pagoda ist zwar nicht sehr alt, doch gut im Schuss und sehr farbenfroh.

Der Hauptraum ist eher schlicht gehalten, die polierten Marmorböden geben ihm jedoch einen edlen Glanz.

Besonders fiel mir diese stilisierte Lotuspflanze auf. Aktuell sind die wirklichen Lotuspflanzen nicht am Blühen, lediglich vereinzelte Blüten gibt es ab und an zu sehen. Da kam mir dieses Bild gerade recht, ich liebe diese Pflanzen!

Unterwegs zum nächsten Tempel führte unser Weg an einem lokalen Markt vorbei. Dieses Geflügel, Enten, Gänse und Hühner, wird für meine Augen eher speziell präsentiert. Ob ich nach diesem Bild noch Appetit auf Geflügel habe? Noch waren es aber einige Stunden bis zum Nachtessen …

Einer der Flüsse, der durch den Ort fliesst, dient den Fischern als Ankerplatz für ihre Boote, wenn diese nicht auf dem Meer in Aktion sind. Mir geben die Boote einen Farbtupfer ins Bild.

Den letzten Tempel besuchten wir noch vor dem Nachtessen. Der Dinh Can Tempel steht auf einem kleinen Felsen direkt bei der Hafeneinfahrt.

Der Hauptraum wird von vielen farbigen Ornamenten eingefasst. Die chinesischen Schriftzeichen an den Säulen vermochte meine Übersetzungsapp leider nicht zu entziffern. So bleiben sie einfach hübsche Ornamente.
Anschliessend an den Städtebummel genossen wir ein vietnamesisches Nudelgericht in einem Restaurant, das fast ausschliesslich von Einheimischen besucht wurde. Man bestellt eine Suppe mit Gemüse und Reisnudeln, die in drei Varianten aufgetischt wurde: Entweder voll vegetarisch, oder dann mit speziell verarbeiteten Crevetten und etwas Rindfleisch (meine Variante) oder dann noch die Variante mit Rind- und Schweinefleisch (Paul tat sich daran gütlich). Das tönt nach viel Essen, in Wirklichkeit waren diese Suppen eher etwas Schmalkost. Im Hotel gab es dann noch frische Früchte (Rambutan, Mangosteen sowie kleine Bananen).
Morgen fliegen wir kurz vor Mittag zurück aufs Festland, wo wir in Saigon noch einige Tage die Stadt, sowie die weitere Gegend erkunden werden.
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Mein erster Besuch auf dieser Insel im Süden Vietnams liegt schon etliche Jahre zurück. Damals logierte ich in der Mitte der Insel direkt am Strand. Nun fand ich ein Hotel am nördlichen Ende, wo es ruhiger ist.
Unser Flug von Can Tho auf die Insel dauerte nur etwas mehr als 35 Minuten, doch die Alternative mit Bus und Fähre hätte etwa 8 Stunden gebraucht. Da ist der Flug doch angenehmer und zudem nicht viel teurer.

Kurz nach dem Start vom kleinen Flughafen von Can Tho überflogen wir einen der grossen Arme des Mekong. Der Flussteil ist enorm, von hier aus sind es noch etwa 70 km bis zum Meer! Ich musste die Bilder aus dem Flieger fotografieren, die Scheibe war nicht sehr sauber. Trotzdem gibt es so einen Eindruck der Landschaft.

Das Mekongdelta ist ausserordentlich fruchtbar, angeblich sollen hier bis zu drei Reisernten pro Jahr möglich sein. Die Menschen wohnen an den vielen Kanälen und Nebenflüssen, welche die Landschaft durchziehen. Bei uns sind das Strassendörfer, hier wohl eher Kanaldörfer. Das rrockene Land wiederum wird landwirtschaftliche genutzt.

Hier sind die Felder geflutet, in Kürze wird die neue Reissaat ausgebracht.

Unser Hotel liegt an einer kleinen Bucht, an der keine grossen Hotelkästen stehen. Kürzlich hat der Besitzer gewechselt doch die alte Bezeichnung ist immer noch überall präsent. In der Anlage gibt es einen schönen Pool und der feine Sandstrand liegt gerade vor der Anlage. Das Wasser in beiden Badegelegenheiten ist um die 28° warm, ganz nach meinem Geschmack. Weit ab vom Touristenrummel im Süden ist es hier ruhig und angenehm. Allerdings ist auch nicht viel los, ausser Baden, Relaxen und Essen geht kaum Aktivitäten. Zeit zum Lesen und Weiterplanen.

Vor dem Hotelstrand führt ein Steg einige Dutzend Meter ins Meer hinaus, von dort aus gab es eine Panoramasicht über die Anlage, die weitgehend im Wald versteckt ist. Die hübschen Zimmer und Bungalows sind unaufdringlich versteckt.

Wir mieteten uns zwei Roller, um die Insel während zweier Tage zu erkunden. Einige Sachen wollten wir uns ansehen. Einer der Besuche galt einer Pfefferfarm, wo der von vielen Gourmets als bester ganz Asiens geschätzte Pfeffer angebaut wird. Die Pfeffersträucher werden an hohen Stangen hochgezogen, diese wiederum stehen in langen Reihen auf den Feldern.

Aktuell ist der Pfeffer noch im Wachstum, die Ernte wird erst in einigen Wochen beginnen. Die Körner werden an der Sonne getrocknet und anschliessend verpackt und gehen so in den lokalen Verkauf ind auch den Export.

Der alte Flughafen der Insel wird heute nicht mehr gebraucht, er ist nun Teil des Strassennetzes. Am Ende der Piste steht eine grosse Skulptur von Väterchen Ho. Etwas einsam schaut er von hier in die Landschaft. Ausser uns beiden hat sich niemand hierhin verirrt.
Noch weiter nördlich unseres Hotels wurde in den letzten Jahre eine riesige Überbauung realisiert. Luxushotels, Golfplätze und künstliche fake Städtchen sind Teil eines neuen TourismusprojektS. Die meisten der Geschäfte und Hotels sind leer, die Fenster zugeklebt. Ob diese Spekulation jemals aufgehen wird?

Auf der erfolglosen Suche nach einem Bankomaten sahen wir diese neue Installation. Insgesamt vier Reihen von Elektroladesäulen warteten auf ihre Kunden. Vinfast, der vietnamesische eAuto-Bauer, hat hier schon vorgesorgt. Schon sind viele Taxi und GRAB mit Vinfast Autos unterwegs. Die Dächer der Anlage bestehen selbstverständlich aus Solarzellen.
Am südlichen Ende der Insel, wo wir am zweiten Tag hinfuhren, entstand ebenfalls eine neue Touristenstadt. Auch hier dasselbe Bild: Die meisten Geschäftslokale stehen leer und hinter den Fenstern sind Bilder von Bäckereien, Buchläden, Souvenirshops und ähnlichem aufgeklebt. Die Illusion einer lebhaften Kleinstadt soll so aufleben.

Von hier aus führt die 7’899 m lange Hon Thom Cablecar auf die kleine Insel gleichen Names weiter südlich, deren Besuch heute auf unserem Programm stand. Als die Gondel losfuhr, fiel der Blick zurück auf die neue Kunststadt. Sogar ein Fake-Campanile aus Venedig wurde hingestellt. Römische Ruinen wechseln sich mit modernen Hochhäusern ab. Ich verschone meine Leser mit entsprechenden Bildern, eine Augenqual. Rechts unten im Bild ist eine der Wohngegenden der Einheimischen. Wellblech ist hier das dominierende Baumaterial.

Wir nähern uns dem Ziel, der kleinen Insel Hon Thom, wo ebenfalls wie wild gebaut wird. Hotelanlagen entstehen an jedem noch so kleinen Fleckchen Strand. Es soll hier auch einen Wasserpark und viele andere touristische Einrichtungen geben. Dazu viel Fastfood, Starbucks und solche Sachen.

Wir drehten eine kurze Runde bei der Ankunftsstelle der Bahn und machten uns bald wieder auf den Rückweg. Zumal diese den Betrieb zwischen 11:30 und 13:30 einstellt und wir nicht wussten, was wir solange hier machen sollten.

Auf der Rückfahrt zur Hauptinsel fotografierte ich eine im Meer verankerte Fischzucht zusammen mit einem Fischerboot. Auch hier sorgen Solarpanels für den Strom an Bord.

Wir nähern uns wieder der Hauptinsel und überqueren die ersten neu erbauten Häuser etwas südlich des Zentrums. Auch hier war das Meiste leer.
Die höchsten Pfeiler der Seilbahn sind 174 m hoch, das sorgt für eine schöne Aussicht auf die darunter liegenden Inseln, die Fischerboote und das Meer. Zeitweise hat man das Gefühl, zwischen Himmel und Meer zu schweben.Die Bahn wurde 2018 eröffnet, sie gilt als längste Seilbahn der Welt. Ich habe diese Aussage nicht verifiziert.
Ich frage mich, ob diese Spekulation mit dem Tourismus auf der Insel längerfristig aufgeht. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, in so einer neuen Anlage Urlaub zu machen. Vom lokalen Flair ist hier nichts mehr zu sehen. Internationale Essensketten und Hotelankagen brauche ich in Vietnam nicht.
Es gibt aber immer noch kleinere Hotelanlagen wie jene, in welcher Paul und ich untergekommen sind. Ein Hauch des ehemaligen Paradieses weht dort noch immer. Wie lange noch? Für einige unbeschwerte und ruhige Tage am Strand sowie feinem vietnamesichem Essen empfehle ich die Insel aber durchaus weiterhin.
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Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Stadtzentrum, wo wir eine gemütliche Fahrt durch das Mekongdelta machen wollten. Unser Fahrer hatte eine ganze Sammlung von kleinen, lustigen Figuren auf dem Armaturenbrett. Zu den GRAB und Taxifahrern in Vietnam: Die weitaus meisten fahren sehr behutsam und angenehm. Die Fahrzeuge sind ausnahmslos sauber geputzt und häufig auch moderne Elektroautos. In diesem ausserordentlichen Verkehrsgewühl haben wir keinen einzigen Unfall gesehen. Es gibt auch fast keine Fahrzeuge mit Beulen oder Kratzern.
Die Bootsfahrt führte uns zuerst durch kleine Seitenkanäle durch einen Teil des Deltas. Insgesamt legten wir in 3.5 Stunden 22 km auf dem Wasser zurück. Eine angenehme Fahrt, ganz ohne Stress. Den Abschluss machten wir dann im 'richtigen' Mekong.
Unser Fahrer sprach leider kein Wort Englisch, was die Kommunikation verunmöglichte. Wir buchten die Tour bei einer Organisation, die den lokalen Bootsführern ein zusätzliches Einkommen verschafft. Die meisten von ihnen fahren normlerweise nur am frühen Morgen zum Floating Market und dann ist meist Schluss mit Arbeit. Unser heutiger Fahrer war zufällig genau jener, der uns gestern früh zum Markt fuhr.

Am Fluss sind viele Häuser aus Wellblech zusammengesetzt. Der Lebensstil der hiesigen Bewohner ist eher einfach. Im Wasser treibt leider viel Plastik und anderer Abfall, der schliesslich im Meer landet. Hier ist von Umweltschutz noch nicht allzu viel zu spüren.

Ab und zu gab es auch Farbtupfer, wie diese kleine Werft für die von den Einheimischen genutzten Boote.

Viele im Delta einheimische Frauen tragen noch die typischen Spitzhüte, immer ein schönes Fotomotiv.

Kaum verliess unser Boot die grösseren Kanäle, tauchten wir in eine ganz andere Welt ein. Dichter Pflanzenbewuchs bis ans Wasser verdeckten den Blick auf die dahinter liegenden Häuser und Gärten.

Nochmals drei Damen mit ihren Hüten. Für die Vietnamesen ist es aktuell eigentlich viel zu kalt, alle sind dick eingepackt. Die 29° sind einfach zu wenig. Verwöhntes Volk!

Als wir aus den kleinen Kanälen in den Hauptfluss einfuhren, kam schon die Can Tho Bridge ins Blickfeld. Eine beeindruckende Konstruktion mit 2’750 m Gesamtlänge und dem Mittelstück, dass freitragend 550 m überspannt. Darunter ist mit 39 m noch genügend Abstand zum Wasser, dass auch grosse Schiffe problemlos durchfahren können. Die beiden Pylone sind je 175.3 m hoch!

Noch einen letzten Blick von der Seite, bevor wir unter der Brücke hindurchfuhren. Eine schöne, entspannte Cruise kam zu ihrem Ende.
Morgen verlassen wir Can Tho und fliegen kurz vor Mittag auf die Insel Phu Quoc, wo wir ein Hotel direkt am Meer gebucht haben. Ich bin gespannt, wie sich die Insel seit meinem letzten Besuch 2017 entwickelt hat.
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Der Transfer mit einem Kleinbus von Saigon nach Can Tho war in gut drei Stunden erledigt. Nach dem Zimmerbezug im neuen Hotel machten wir uns auf den Weg ins Zentrum, um noch etwas die Stadt zu erkunden.

Der erste Stopp galt - wie meist in Südostasien - einem alten Tempel in der Stadt. Er liegt am Flussufer des Cantho-Flusses, einem Nebenfluss des Mekong.

Im Innern hängen Hunderte von Räucherspiralen, mit welchen die Besucher ihre Wünsche und Anliegen an die Götter und ihre Ahnen mitteilen.

All diese Spiralen verursachen einen starken Rauch, in welchem die durch die Oberlichter einfallenden Sonnenstrahlen interessante Linien zeichnen. Meine Kleider nahmen den Rauch ebenfalls auf und mussten abends gewechselt werden. Ich gehe nicht gerne als Rauchwurst durch die Gegend.
Heute hiess es dann früh aufstehen: Wir wollten den berühmten Floating Market auf dem Mekong ansehen und die Tour begann bereits um 05:30 im Stadtzentrum.

Am Vorabend bestellten wir ein Taxi zum Hotel, welches pünktlich um 05:10 ankam. Der Vorteil des frühen Starts war, dass wir den Sonnenaufgang auf dem Fluss erlebten.

Das Mekong-Delta ist stark besiedelt und dementsprechend viele Brücken überqueren den Mekong und auch seine Nebenflüsse. Das lokale Leben spielt sich weitgehend auf und neben den Flüssen ab.

Der Markt läuft von etwa 06:00 bis um 09:00, die Grosshändler verkaufen ihre Ware direkt von den Lastkähnen an die Kleinhändler, welche diese dann in ihre Geschäfte an Land bringen. Der Markt ist leider im Niedergang, da die meisten Waren heute per Lastwagen über Land transportiert werden. Heute waren vielleicht 30 Lastkähne unterwegs.

Welche Ware ein Schiff geladen hat, wird nicht angeschrieben oder ausgerufen. Eine Stange mit einigen der Produkte kündet die Ladung an. Dieses Schiff hatte Süsskartoffeln geladen. Andere waren voller Ananas. Auch Zwiebeln und normale Kartoffeln waren zu sehen. Bei meinem letzten Besuch sah es hier noch ziemlich anders aus.

Unser kleines Ausflugsboot machte bei dieser Dame Halt. Wie liessen uns vietnamesischen Kaffee servieren. Sie hatte auch frisch gepressten Orangensaft sowie allerlei Süssgetränke an Bord.

Eine Familie war nach dem Einkauf unterwegs nach Hause. Die ältere Dame manipulierte den Motor, während die Jüngere mit ihrem Kind vorne im Schiff sass.

Unsere Tour machte noch einen Abstecher in einen der unzähligen kleinen Kanäle. Hier war kein Bootsverkehr. An einer Stelle stiegen wir aus und gingen eine längere Strecke zu Fuss vorbei an Gärten und Privathäusern. So erhielten wir einen kleinen Eindruck des Flusslebens.

Diese improvisierte Brücke musste ich glücklicherweise nicht überqueren. Sie verbindet zwei Teile eines Grundstücks einer Familie, deren Haus wir besuchen durften.
Eine der vielen Damen im Haus setzte sich in landestypischer Art hin. Für mich unvorstellbar!

Die vielen Kanäle und Nebenflüsse werden nicht nur mit Brücken überquert, an vielen Orten gibt es Fähren, welche Fussgänger, aber auch Fahrräder sowie Motorroller ans jeweils andere Ufer bringen.
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Unser heutiger Tag begann mit einem Besuch auf der Aussichtsplattform eines Hochhauses im Zentrum Saigons.

Das Haus mit der auffälligen Plattform in grosser Höhe bietet im 46 Geschoss ein verglastes Geschoss mit einer 360° Rundsicht. Die Plattform selbst kann man leider nicht besuchen.

Die Rundsicht über die Stadt ist trotzdem beeindruckend. In der Distanz steht das höchste Haus Vietnams, welches direkt neben unserer Unterkunft steht.

Das Häusermeer ist auch auf der gegenüberliegenden Seite beeindruckend. Knapp 10 Mio. Einwohner nennen Saigon ihre Heimatstadt. Auf die 10 Mio. Einwohner kommen gut 7 Mio. zugelassene Motorroller! Daraus entsteht ein füdlibluttes Verkehrschaos.
Von hier aus machten wir uns auf den Weg zu einer wichtigen Pagoda. 1744 wurde die Gian Lam Pagoda erbaut und gilt damit als die älteste buddhistische religiöse Stätte in Saigon.

Am Eingangstor prangt eine Swastika, welche in vielen Teilen der Welt als Symbol für Glück und Wohlstand gilt. In Europa hat das Symbol aber bedauerlicherweise eine ziemlich andere Bedeutung. Ich hoffe, dass ich mit diesem Bild in der Schweiz kein Problem bekomme, da diese Symbole hier nicht gerne gesehen sind.

Links neben dem Eingang steht die 7-Geschoss-Pagoda, die eher schmucklos daher kommt.

Eine selig lächelnde Buddha-Figur sitzt in einer Lotus-Blüte unter einem Dach aus einem grossen Blatt des Bhodi-Baums. Der Bhodi-Baum ist den Buddhisten heilig, in jeder Tempelanlage ist ein solcher zu finden.

Ein weiterer Baum ist in Asien häufig in den Tempelanlage zu finden. Der Kanonenkugelbaum (Couroupita guianensis) stammt ursprünglich aus Südamerika, kommt aber auch in Asien häufig vor. Die Blüten gefallen mir immer wieder.

Die Früchte machen die Herkunft des Namens sofort klar. 10 - 15 cm messende Kugeln hängen am Baum. Anscheinend sind die Früchte essbar, doch soll ihr fauliger Geruch eher abschreckend wirken. Ich hatte noch nie ein grosses Verlangen, die Früchte zu essen. Es gibt in Asien genügend andere, schmackhafte Naturerzeugnisse.

Die eigentliche Tempelanlage war heute leider geschlossen, so blieb uns lediglich ein Bild des Hauses von aussen.

Durch ein geöffnetes Fenster ergab sich doch noch ein Blick auf die vielen Buddha-Figuren im Zentrum des Hauses.

Anschliessend an unseren Besuch bei der Pagode machten wir uns auf den Weg an den Saigon-Fluss, wo wir mit einem normalen Boot eine Tour unternehmen wollten.
Um zum Anlegesteg zu kommen, mussten wir die Uferstrasse überqueren, eine sehr spezielle Erfahrung. Mein Video gibt einen Eindruck des Unternehmens. Moral der Geschichte: Einfach nicht zögern, immer weitergehen. Alle weichen aus!

Ein öffentliches Boot fährt etwa eine Stunde auf dem Fluss und bietet immer wieder unterschiedliche Sichten auf die Stadt. Hier ohne grossen Verkehr!

Hinter der Brücke liegt der moderne Stadtteil, in einem der Hochhäuser ist auch unser Apartment im 43. Geschoss.
Morgen fahren wir mit einem Kleinbus ins Mekong-Delta nach Can Tho, einer weiteren Millionenstadt. Von dort aus wollen wir das Delta erkunden.
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Unsere Spekulation ging voll auf. Als wir gestern in Hue starteten, regnete es in Strömen bei 18°. Als wir in Saigon landeten, schien die Sonne und die Temperatur lag bei über 30°. Dazu recht hohe Luftfeuchtigkeit. Heute Morgen weckte mich die Sonne, welche ins Zimmer schien. Wir wohnen in einem Hochhaus im 43. Geschoss mitten in einer Siedlung mit lauter neuen Hochhäusern.

Der heutige Stadtspaziergang führte uns ins Zentrum Saigons, zuerst vorbei am Opernhaus, welches noch aus der französischen Kolonialzeit stammt.

Dann führte unser Weg zum Stadthaus, vor welchem Onkel Hos Statue wacht.

Die Kathedrale war wie fast immer, wenn ich mit Paul reise, leider gerade im Umbau und leider weder sicht- noch besuchbar.

Am selben Platz befindet sich auch das Hauptpostamt der Stadt, ebenfalls noch ein Erbe Frankreichs. Dieses war erstaunlicherweise zugänglich.

Im Innern steht heute fast ausschliesslich Touristenjunk zum Verkauf, nur ganz hinten kann man noch die angestammten Postgeschäfte erledigen. Weihnachten steht auch in Vietnam vor der Türe, der Weihnachtsbaum soll die Leute auch hier zum Kauf animieren.

Onkel Ho wirft auch hier sein wachsames Auge auf das Treiben im Gebäude. Auf dass niemand auf abwegige Gedanken kommt! Was er wohl zur Entwicklung Vietnams sagen würde? Offiziell ein kommunistisches Ein-Parteien-Regime, aber private Geschäfte sind problemlos erlaubt, diese Freiheiten werden auch intensiv genutzt.

Stolz ist Vietnam besonders auf die Wiedervereinigung der beiden Landesteile nach dem schmachvollen Abzug der Amerikaner. Im sogenannten Wiedervereinigungspalast wird dieses historischen Ereignisses gedacht. Wir verzichteten auf den Besuch und zogen ein Museum weiter.

Einer der berühmtesten Hindu-Tempel in Saigon lag gerade auf dem Weg zum nächsten Stopp, eine gute Gelegenheit für eine Stippvisite.

Räucherstäbchen verbreiteten einen angenehmen Geruch in der Anlage und der aufsteigende Rauch sorgte für hübsche Bilder.

Das nächste und zugleich letzte Museum des Tages war den Kriegsverbrechen gewidmet, welche die Amerikaner in Vietnam verübten. Die Geschichte wurde selbstverständlich nur aus der Sicht der Sieger erzählt. Als die Amis 1975 das Land fluchtartig verliessen, liessen sie viel Kriegsmaterial zurück, unter anderem auch einige Flieger.

Dieses Bild ging 1975 um die Welt, die letzten Amis wollten unbedingt noch evakuiert werden, bevor die Nordvietnamesen Saigon überranten.

Auch Panzer und Artillerie wurden stehen gelassen. Die Vietnamesen bemalen das Kriegsgerät laufend, sodass die Gerätschaften trotz des feuchten Klimas immer einigermassen fit aussehen.

Auf einem grossen Monitor wurden Teile der Geschichte des Kriegs erklärt. Offenbar setzt das Museum eine unregistrierte Kopie von MS Windows ein, auf dem Monitor wird zur Aktivierung des Systems aufgerufen. Eine späte Rache am ehemaligen Kriegsgegner?

Schliesslich besuchten wir noch einen Tempel, der dem sogenannten Jadekaiser gewidmet war. Prominent auch hier ein massiver Tresor, der recht unverblümt zu Spenden auffordert. Irgendwie sind doch alle Religionen vergleichbar.

An den Wänden in einem der vielen Tempelteile gab es Darstellungen der 12-stöckigen Hölle, welche auf die Missetäter wartet. Mord und Totschlag führen direkt in die tiefste, die 12. Ebene. Ein Diebstahl eines iPhones hingegen nur in die 2. Ebene. Wohin führt wohl der Diebstahl eines Android-Telefons, erste Ebene oder gar in den Himmel? Dazwischen gibt es allerlei Abstufungen mit unterschiedlichen Strafen.

Diese katholische Kirche kommt für einmal im Schleckstängel-Rosa daher. Eine mutige Farbgebung.
Heute war, wie schon erwähnt, ein ziemlich feuchter Tag. Die Temperatur lag bei über 30°, dazu kam eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Schweiss floss und sorgte für feuchte Kleider. In unserem Appartement gibt es eine Waschmaschine, welche morgen früh in Aktion treten wird.
Kaum waren wir nach dem Nachtessen zurück im Hotel, ging ein gewaltiges Gewitter los, Blitz und Donner sowie massiver Regenfall beendeten den Tag.
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Von Da Nang fuhren wir mit einem Bus in etwas mehr als zwei Stunden nach Hue, wo wir zuerst einmal in unser Hotel eincheckten und uns gerade wieder auf den Weg in die Stadt machten.

Mit einem GRAB besuchten wir die Thanh Toan Bridge, die in einem Aussenbezirk der Stadt liegt und als eine der ältesten Brücken Vietnams gilt. Unser Fahrer hatte eine lustige Sammlung von Buddha- und Mönchsfiguren auf seinem Armaturenbrett. Beim dichten Verkehr kann man jedes Bisschen Karma brauchen!

Die Brücke wurde 1776 erbaut und hat als Spezialität ein mit Keramik-Ziegeln bedecktes Dach. Von Kriegen, Feuern und Hochwasser wurde die Brücke immer wieder stark beschädigt oder gar zerstört. Die aktuelle Brücke ist die 5. Generation und wurde 1971 wieder eröffnet.

Die interessanten Innenkonstruktion des Gebäude zeigt die grossen handwerklichen Fertigkeiten, welche die Erbauer hatten.

In Hue steht ein wichtiges Spital für die ganze Provinz. Am Spital angebaut ist ein Motorrad-Parkhaus mit 3 Geschossen, in welchen unzählige Töffs abgestellt sind. Die Porsches und Mercedes der Chefärzte waren hier nicht zu sehen.

Auch beim grossen Stadt-Markt werden viele Motorräder in einem naheliegenden Parkhaus abgestellt. Die umliegenden Strassen und Trottoirs sind aber auch so noch „vollgetöfft“.
Für den zweiten Tag unseres Besuchs in Hue buchten wir uns eine organisierte Stadttour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es regnete fast den ganzen Tag und wir wollten nicht auf eigene Faust im Regen von Ort zu Ort gehen.

Die Tour begann mit dem Besuch der Zitadelle, welche eigentlich der Kaiserpalast ist. Das eine Eingangstor, welches einst ausschliesslich für den Kaiser da war, diente heute als Kulisse für viele einheimische Damen, welche in traditioneller Tracht für Aufnahmen posierten.

Ein Detail eines Teils des Daches verrät viel über die Handwerkskunst der Erbauer. Keramik-Ziegel decken die Dächer und viele mythischen Figuren verzieren die Ecken des obersten Dachs.

Im Innern der Zitadelle gibt es eine Vielzahl von einzelnen Gebäuden, viele weitere überlebten offenbar den Krieg der Amerikaner nicht und wurden noch nicht wieder aufgebaut. Die Amerikner bombardierten einfach alles, was ihnen unter die Flieger kam. Kulturgut hin oder her, Nixon wollte die Vietnamesen in die Steinzeit zurück bombardieren. In diesem Gebäude sind Gedenktafeln für einige der vielen vientamesischen Kaiser aufgestellt. Fotografieren ist im Gebäude nicht erlaubt.

Dieses Gebäude wurde wieder hergestellt. Im Vordergrund liegen unter dem dichten Gras noch Grundmauern weiterer Gebäude.

Vor drei Jahren wurde dieses Gebäude wieder eröffnet, nachdem es im Krieg nahezu ausradiert wurde. Der letzte Kaiser Vietnams war ein grosser Fan Frankreichs und besuchte damals auch Paris. Dieses Wohnhaus liess er nach einem Vorbild in Frankreich bauen. Auch hier liessen sich einige Damen in der traditionellen Tracht ablichten.

Ein weiterer Besuch galt der höchsten Pagode Vietnams. Diese liegt am Parfum-Fluss, der heute nicht sehr einladend wirkte. Eine braune Brühe floss im Nebel und Regen in Richtung Meer.

Die Thien Mu Pagoda wurde 1601 erbaut und immer wieder erneuert und erweitert. Die schönen Farben der Gebäude kamen heute nicht zur Geltung, das Licht war viel zu grau.

Diese ältere Dame musste ihr Fahrrad bergauf stossen, der Poncho sowie der landestypische, konische Hut schützten sie vor dem Regen. Immerhin bringt sie etwas Farbe in die triste Landschaft.

Bergab ging es für diese Dame leichter, doch auch sie ist dick eingepackt. Der Regen liess die knapp 20° kühler wirken und zusammen mit dem Fahrtwind war es sicher noch unangenehmer.

Viele Touristen waren heute wie Arbeiter in einem von einer Tierseuche heimgesuchten Bauernhof eingekleidet. Der leichte Regen sickerte aber auch so in Kleider und Schuhe.
Die Wetteraussichten für die ganze nächste Woche sind für Mittel-Vietnam lausig mit maximal 20° sowie jeden Tag Regen. Wir beschlossen deshalb, unser nächstes Ziel Hoi An zu streichen und fliegen morgen nach Ho Chi Minh City (Saigon), wo es endlich wieder sonnig und wärmer sein soll.
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Gestern waren wir im Museum in Da Nang, wo wir einige der Figuren aus der Ruinenstadt My Son sahen. Heute besuchten wir die Stätte mit einem privaten Chauffeur. Leider zeigte sich die Sonne kaum, doch regnete es entgegen der Vorhersage nicht den ganzen Tag. Meist kam nur ein Nieselregen vom Himmel, aber auch der ging uns nach einiger Zeit auf die Nerven.
Die Amerikaner bombardierten die Anlage 1969 während des Vietnam-Kriegs mehrfach und zerstörten oder beschädigten 50 der über 70 Tempelanlage. Einige wurden schon wieder aufgebaut, an anderen wird noch gearbeitet. Viele werden wohl nicht wieder zum Leben erweckt.

Die Tempel wurden ab dem 2. Jhdt. erbaut, meist aus Backsteinen. Das ormalerweise feuchtwarme Klima lässt die Anlagen schnell wieder überwachsen.

Das viele Moos auf den Steinen sowie die Sträucher und Bäume, die immer wieder aus den Fugen spriessen, sorgen für viel Arbeit für die Betreuer. Da geht die Beschäftigung nie aus! Die Details der Verzierungen sind nur aus nächster Nähe zu erkennen, von etwas weiter weg sind sie kaum auszumachen. Der bedeckte Himmel sorgte heute zudem für wenig Kontrast.

Eine der höchsten noch stehenden Strukturen, welche die Bomben und den Zahn der Zeit überlebten, ist auf allen offiziellen Werbe-Plakaten der Anlage zu sehen.

Resten von Skulpturen, die Kriege und Zeiten überlebt haben und nicht ins Museum abtransportiert wurden, sind noch in einigen Nischen sichtbar.

Einer der vielen grossen Bombenkrater wurde als Anschauungsmaterial stehen gelassen.

Viel ist von diesem Teil der Anlage nicht übrig geblieben. Lediglich einige Mauerreste sind noch zu erkennen.

Was das wohl mal war? Die einzelnen Strukturen sind im Führer durchnummeriert, viel mehr an Erklärungen gab es nicht.

Offenbar wurde hier schon viel wieder hergestellt und teilweise wurden mit neuen Backsteinen defekte Strukturen ersetzt. Die Arbeiten sind noch nicht lange beendet, da erst wenig Moos und sonstiger Bewuchs am Bauwerk spriesst.
Nach dem Besuch machten wir uns auf den Rückweg nach Da Nang und spazierten noch etwas durch die Stadt, bevor wir ein feines Nachtessen genossen.
Morgen geht es weiter nach Hue, wo wir uns für zwei Nächte ein Hotel gebucht haben.
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Nach dem Frühstück holte uns ein GRAB vom Hotel ab und brachte uns zum Flughafen, von wo wir den kurzen Flug nach Da Nang antraten. Um 14 Uhr waren wir schon im neuen Hotel.

Auf der Fahrt zum Flughafen Hanoi überholten wir einen Roller, der hier offenbar nicht nur zum Personentransport verwendet wird. Eine Blumenhändlerin hat ihr ganzes Sortiment geladen. In der Schweiz? Wohl kaum möglich.

Vietnam hat eine eigene Autoindustrie, Vinfast produziert ausschliesslich Elektroautos und Elektroroller. Heute waren wir mit einem solchen Fahrzeug unterwegs. Auf einigen Strecken sind etwa 10% aller Fahrzeuge von Vinfast. Die Fahrzeuge scheinen beliebt zu sein, viele Taxis und auch GRAB sind damit unterwegs.

Mein Zimmer in Da Nang liegt im 16. Geschoss eines neuen Hotels mit einer schönen Sicht auf die Stadt. Eigentlich wäre sie schön, wenn das Wetter nicht so lausig wäre. Strömender Regen und starke Winde machen das Gehen draussen zur Qual.

Glücklicherweise liegt das Museum of Cham Sculpture recht nahe bei unserem Hotel und wir besuchten deshalb die Skulpturen aus verschiedenen Ausgrabungen in der Gegend. Unter anderem aus auch My Son, einer teilweise ausgegrabenen Ruinenstadt etwa 40 km in Landesinnern. Morgen werden wir dort hinfahren, egal wie das Wetter ist.

Friese von Tempeln und anderen Gebäuden haben die Zeit gut überstanden. Teilweise sind die gut erhaltenen Artefakte mehrere Jahrhunderte alt.

Eine Bronzefigur der indischen Göttin Boddhisattva Tara, ist noch gut im Schuss, obwohl auch sie schon vor einigen Jahrhunderten erschaffen wurde.

Der Garuda ist eine mythische Figur in Asien, sie ist halb Mensch und halb Adler und dient dem indischen Gott Vishnu als Reittier. Auch hier sind noch alle Details gut zu sehen.

Schliesslich liessen doch auch die Franzosen in Da Nang ihre Spuren zurück. Die Kathedrale, oft als Pink Church bezeichnet, wurde 1923 von ihnen errichtet.
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Hanoi zeigte sich heute von der unfreundlichen Seite. Gestern noch 26°, heute nur noch 15° begleitet von Nieselregen bis Starkregen.

Wie diese Verkäuferin mit ihrem Fahrrad liessen auch wir uns nicht abhalten und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg, die uns noch unbekannten Stadtteile zu erforschen.

Der erste Besuch galt der Brücke über den Roten Fluss, den die Firma von Eiffel hier gebaut hat. Ein kleiner Bahnhof stand ohne Passagiere etwas verloren an den Bahngleisen.

Die Brücke ist insgesamt 1.6 km lang. Für uns war sie heute allerdings nur von hier aus zu sehen. Damit wir sie vom Fluss aus hätten fotografieren können, hätten wir einige äusserst stark befahrene Strassen überqueren und noch einige Kilometer gehen müssen.

Einen Blick auf die Stahlkonstruktion ergab sich auf dem Rückweg noch zwischen einigen Häusern. Immerhin.

So muss halt dieses Bild die Länge der Brücke repräsentieren.

Die Franzosen hinterliessen in Hanoi eine grosse Kirche, die St. Joseph’s Kathedrale wurde 1886 erbaut. Besonders schön ist sie nicht, das mag allerdings auch am Wetter liegen. Der Eingang war heute geschlossen, wir konnten sie lediglich von aussen fotografieren.

Auch das 1911 eröffnete Opernhaus ist eine Hinterlassenschaft der französischen Kolonialisatoren.
Die Zitadelle von Hanoi hat eine bewegte Geschichte. Wir besuchten heute nur Teile davon, weil der Regen sich wieder verstärkt hat und so macht die Besichtigung einfach nicht viel Spass.

Um den Tag doch noch etwas farbig ausklingen zu lassen, hier noch ein Bild von einem Verbindungsweg in der Zitadelle.
Als wir zum Nachtessen gingen, mussten wir eine Kreuzung überqueren. Mitten in der Altstadt gelegen braucht es dafür ordentlich Mut. Einfach losgehen und nicht anhalten, sowohl Autos als auch Motorräder weichen aus oder halten. Meist steht der Verkehr ohnehin, da hilft nich mal das andauernde Hupen der Fahrer. Ein Filmli von mir zeigt die Vorgänge.
Morgen geht es früh weiter, wir fliegen nach Da Nang in der Mitte des langgestrickten Landes.
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Nach einem ersten Tag in Hanoi besuchten wir mit einer organisierten Tour von Hanoi aus die weltbekannte Halong Bay Mit einem Bus fuhren wir zuerst knappe 3 Stunden zum Hafen, wo wir auf unser Schiff gingen. Eine Nacht wollten wir hier verbringen.

Die Gegend ist wegen der vielen Karstfelsen eine Station auf der Reise von vielen Touristen. Heute war das Wetter leider nicht sehr gut, ein bedeckter Himmel liess die Sonne kaum je durchkommen. Immerhin fiel kein Regen.

Unser Boot vor einem der imposanten Felsen. Das Gefährt war ziemlich abgenutzt und trotzdem voll belegt. Es hat sicher schon bessere Zeiten erlebt. Immerhin war es nicht so ein Riesenkahn wie ...

... dieses Teil, welches an das unsäglich hässliche Schiff auf dem Zürichsee, die Panta Rei, erinnert. Es gab aber auch noch viel grössere Boote.

Die Karstfelsen bedecken eine grosse Fläche, welche als Weltkulturerbe anerkannt ist.

An einer Stelle gab es einen Strand, ein Ausflug dorthin gehörte zum Reiseprogramm. Die vielen Boote vor Anker liessen Schlimmes erwarten. Neben dem Besuch am Strand gab es für Paul die Möglichkeit, auf den Gipfel hochzusteigen und von dort eine gute Übersicht über die Gegend zu erhalten. Für mich war das unmöglich, ich blieb unten.

Entlang der Strandpromenade bewahrheiteten sich meine Befürchtungen: Hunderte von Touristen standen sich gegenseitig auf den Füssen. Am ewas weiter hinten liegenden Strand hinten sah es nicht viel anders aus.

Zum Sonnenuntergang färbte sich der Himmel doch noch etwas rot und die Wolken rissen leicht auf. Die Schiffe in der Bucht blieben die ganze Nacht vor Anker. Es waren so viele, dass man beinahe trockenen Fusses in der Bucht hätte gehen können. In dieser Ansicht waren es nicht ganz so viele Schiffe, ich wollte nicht die Schiffe, sondern den Sonnenuntergang fotografieren.

Am nächsten Morgen gab es als Attraktion die Möglichkeit, in einer von Felsen eingeschlossenen Lagune entweder mit einem Kanu zu paddeln oder sich herumrudern zu lassen. Paul und ich entschlossen uns für die bequemere Methode. Auch hier waren viele Kanus und Boote unterwegs.

Der Zu- und Ausgang zur Lagune erfolgte durch diese offene Stelle unter einem Karstfelsen. Sonst gab es keine Zugänge.
Anschliessend ging es per Bus zurück nach Hanoi. Das Fazit des Ausflugs für mich: Es war mein dritter Besuch und sicher der letzte. Viel zu viele Touristen und Schiffe, been there, done that.
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Nach einem ruhigen Flug von Mailand nach Beijing mussten wir die Zollformalitäten hinter und bringen. Dank meiner Rollstuhl-Begleitung ging dies ohne anstehen und bald schon waren wir vor dem Flughafen. Uns erwartete erst einmal hervorragendes Wetter.

Kurz vor Sonnenaufgang zeigte sich der Himmel wolkenlos mit tiefroter Färbung gegen den Horizont. Das geschwungene Dach des modernen Hauptstadtflughafens zeichnete eine schöne Form im Morgenlicht. Die im Voraus gebuchte Reiseleiterin erwartete uns zusammen mit ihrer Fahrerin für die Tour zur Chinesischen Mauer sowie zu einem der berühmten Ming-Gräber. Also nichts wie los zu diesem für uns beide neuen Erlebnissen!

Die Great Wall of China wurde auf den Hügelzügen für rund 22’000 km gebaut. Vom Parkplatz aus ging es mit einem Sessellift hinauf zur Bergkette. Am frühen Morgen war es noch einigermassen frisch, doch die Sonne wärmte sehr schnell.

An dieser Stelle wurden grosse Stücke der Mauer restauriert. Das Bauwerk zieht sich über die Hügelketten bis zum Horizont und dann noch weiter.

Hier besteht die Mauer aus behauenen Steinen. An anderen Stellen sind es wiederum nur Erdwälle. Ein unglaublicher Aufwand für den Schutz vor den feindlichen Stämmen! Alle etwa 100 m gab es Wachhäuser, die heute zugänglich sind. Unsere Führerin erzählte uns, dass die Bauarbeiter, welche während des Baus starben, jeweils einfach in der Mauer bestattet wurden. Damit sei die Mauer wohl auch der weltweit grösste Friedhof. Se non e vero, e ben trovato!

Die Mauer folgt meist der höchsten Stelle der Bergkette. Vieles des Baumaterials musste von unten her hochgetragen werden. Eine gewaltige Leistung!
Anschliessend ging es weiter zur Besichtigung einer weiteren grossen Sehenswürdigkeit rund um Beijing.

Wir besuchten eines der Kaisergräber aus der Ming Zeit, dem Ding-Mausoleum. Es wurde 1590 fertiggestellt und bedeckt eine Fläche von 180’000 m2. Das erste Gebäude ist schon ziemlich beeindruckend.

Eine nächste, noch viel grössere Halle schliesst sich an einen grossen Platz an.

Eine Statue des Kaisers fehlt selbstverständlich nicht in der grossen Halle. Stellst sich so der Orange im Weissen Haus sein Grabmahl vor? Mal sehen, das fehlende Gold lässt sich auch später noch anbringen.

Auch die Halle selbst ist nicht von schlechten Eltern: gigantische Säulen, eigentlich Stämme der sehr seltenem Eisenholzbäume, tragen die beiden riesigen Dächer.

Nochmals ein grosser Platz durchquert der Besucher, um zu diesem Tor zu gelangen. Dieses sollte man nur beim Herausgehen aus der Anlage durchschreiten. Von wegen Rückkehr aus der Unterwelt ins Leben. Das haben Paul und ich selbstverständlich so gemacht. wir wollen schliesslich beide noch einiges erleben.

Ein weiteres imposantes Gebäude schliesst die Anlage ab. Ein ausladender Sockel wird von einem mehrstöckigen Gebäude abgeschlossen.
Damit ist die Anlage aber keineswegs zu Ende. Hinter dem letzten Gebäude liegt der eigentliche Grabhügel, wo der Kaiser zusammen mit zwei seiner Ehefrauen begraben liegt. Diese Gräber sind öffentlich nicht zugänglich.
Anschliessend an den Besuch brachte unser Team uns wieder zum Flughafen, wo wir in der Lounge auf den Weiterflug nach Ho Chi Minh City warteten.
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Um 04:50 ging für mich heute der Wecker los. Nach einer Dusche und der Schlusskontrolle des Gepäcks wartete schon der am Vorabend vorbestellte UBER, der Paul und mich nach Birmensdorf an den Bahnhof brachte.
Mit dem Zug ging es dann von Birmensdorf über Zug nach Lugano und von da mit einem Regionalzug direkt nach Milano Malpensa, wo wir entspannt ankamen und genügend Zeit für die Flugvorbereitungen hatten.

Wir flogen mit Air China in einer modernen A350-900 die Langstrecke nach Beijing und dann später am Tag weiter nach Hoh-Chi-Minh-City. Dieses Routing ermöglichte es uns, auf dem Hinweg noch eine längere Tour in der Gegend der Stadt zu unternehmen. Auf dem Rückweg werden wir das nochmals machen. Davon hier mehr.

Da die Maschine nicht an einem Gate stand, durften wir über eine Treppe einsteigen. Das gab für einmal eine gute Gelegenheit, das Riesenteil aus der Nähe zu sehen. Die Treiber sind so gross, dass ich im Einlass problemlos stehen könnte. Allerdings nur, wenn das Maschineli nicht läuft …

Da der Flug insgesamt mehr als 9:45 dauerte, liess ich mir noch ein Essen servieren, bevor ich mich schlafen legte. Die Vorspeise bestand aus einem Gemüseplättli mit etwas Rohschinken und als Hauptgang gekochtes Rindfleisch in einer leicht scharfen Sauce begleitet von gekochtem weissem Reis. Ein chinesisches Bier passte sehr gut dazu. Hierzu noch eine Anekdote: In der Business werden Heinecken und Corona serviert, in der Economy hingegen chinesisches Bier. Als ich ein lokales bestellte, war die Saftschubse ganz erstaunt, brachte mir aber doch ein solches.

Hübsch assortierte saisonale Früchte bilden das leichte Dessert.

Im Gegensatz zu den allermeisten Fluggesellschaften fliegt Air China noch die kürzere Route über Russland und spart so mehr als eine Stunde Flugzeit und entsprechend viel Sprit. Der Orange im Weisse Haus will deshalb Air China das Recht des Überfluges streichen. Ob er damit angesichts der Grösse Chinas wohl Erfolg hat?

Kurz vor der Landung in Beijing sah ich eine Ortschaft, deren Namen mich an einen Spruch in meiner Jugend erinnerte: Wir hatten damals Namen für verschiedene Dinge:
Dieb: Langfing
Polizist: Langfingfang
Polizeihund: Langfingfangwau

Den Namen dieser Stadt würde man in English wohl für den aktuellen Bewohner des Weissen Hauses benützen. Dann aber ohne Umlaute.
Bei der Landung erwartete und ein wolkenloser Himmel und 12°, nach den Zollformalitäten wurden wir für unsere Privattour abgeholt. Davon später mehr.